„Für Flüchtlinge in der Schweiz werden neue, schockierende und inakzeptable Gesetze eingeführt. Der Kanton und das Rote Kreuz sind dabei, den Flüchtlingen neue Vorschriften aufzuerlegen, die sie zwingen, das Camp gegen ihren Willen um 9.00 Uhr zu verlassen und um 18.00 Uhr zurückzukehren.
Zeitungsartikel
Detaillierte Beschreibung der Zustände in der Notunterkunft Rohr, Glattbrugg, Zürich. Neben Rollfeld Flughafen Zürich.
Diese Proteste spielten sich in den frühen 1980er Jahren ab, als «Asyl» in der Schweiz fast über Nacht wieder zu einem prominenten Thema wurde. Den Schauplatz bildet hier der Kanton Freiburg, wo zu jener Zeit im schweizweiten Vergleich relativ viele Asylsuchende lebten.
1997 soll der Notstand mit den Bau von Internierungslagern behoben werden. Was vor sechs Jahren nicht realisiert werden konnte, soll nun in die Tat umgesetzt werden. An den Internierungslagern wurde damals nicht festgehalten, weil sie in Widerspruch mit der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) gestanden hätten. Auch hätte zum damaligem Zeitpunkt mit mehr Widerstand gerechnet werden müssen, während heute das Terrain ideal vorbereitet ist.
Im Frühsommer 2016 machte die plötzliche Häufung solcher EingrenzungsVerfügungen in den Rechtsberatungs
Dissozialität heisst die neue Zauberformel, mit der sich die Justizbehörden in neuester Zeit hervortun, um unliebsame AusländerInnen in Ausschaffungshaft zu setzen. Anlehnung an völkische Begriffe wie ‘asozial’, ‘amoralisch’, ‘anpassungsunwillig’, ‘Gruppen mit erheblichen kriminellen Energien’ usw. kommen nicht von ungefähr. Sie sind Teil einer erweiterten Kampagne und Strategie gegen alles ‘fremdartige’ und ‘unschweizerische’. Die Ausgrenzungs- und Abschottungspolitik basiert auf gut vorbereitetem Schüren von Ängsten gegenüber ausländischen Menschen.
Detaillierte Schilderungen von Level 4 - Ausschaffungen
erstellt drei Jahre später, während dem Besuch eines afrikanischen Mannes im Ausschaffungsgefängnis Kloten II, der auch von der Level 4-Ausschaffung am 17.3.2010 betroffen war.
Am 17. März starb ein junger Mann im Flughafen Zürich, während er für die gewaltsame Ausschaffung «vorbereitet» wurde. Betroffene berichteten augenauf, wie sie für den abgebrochenen Ausschaffungs-
Sonderflug «präpariert» wurden.