Dissozialität heisst die neue Zauberformel, mit der sich die Justizbehörden in neuester Zeit hervortun, um unliebsame AusländerInnen in Ausschaffungshaft zu setzen. Anlehnung an völkische Begriffe wie ‘asozial’, ‘amoralisch’, ‘anpassungsunwillig’, ‘Gruppen mit erheblichen kriminellen Energien’ usw. kommen nicht von ungefähr. Sie sind Teil einer erweiterten Kampagne und Strategie gegen alles ‘fremdartige’ und ‘unschweizerische’. Die Ausgrenzungs- und Abschottungspolitik basiert auf gut vorbereitetem Schüren von Ängsten gegenüber ausländischen Menschen.
Detaillierte Schilderungen von Level 4 - Ausschaffungen
erstellt drei Jahre später, während dem Besuch eines afrikanischen Mannes im Ausschaffungsgefängnis Kloten II, der auch von der Level 4-Ausschaffung am 17.3.2010 betroffen war.
Am 17. März starb ein junger Mann im Flughafen Zürich, während er für die gewaltsame Ausschaffung «vorbereitet» wurde. Betroffene berichteten augenauf, wie sie für den abgebrochenen Ausschaffungs-
Sonderflug «präpariert» wurden.
Besondere Zentren" sind andere, schlimmere Inseln im Archipel Sommaruga. Sie gleichen Gefängnissen etwas mehr, denn alle, die in "besondere Zentren" geschickt werden, werden "ein-" oder "ausgegrenzt". Sie dürfen ein bestimmtes Gebiet (wo es Anwälte, FreundInnen, Unterstützung geben könnte) nicht betreten oder ein bestimmtes Gebiet nicht verlassen.
4 Interviews mit Aktivist*innen der autonomen Schule Zürich
Gedächtnisprotokoll einer rassistischen Kontrolle in Zürich Nord
Nehmen AsylbewerberInnen und AusländerInnen Arbeitsplätze weg
Arbeitslosigkeit weil zu viele AusländerInnen in der Schweiz
Engen AusländerInnen Lebensraum ein
Je mehr Ausländer desto mehr Umweltverschmutzung
Flüchtlinge fürstlich entlöhnt
Fluchtbewegungen und der Nord-Süd-Konflikt
Fluchtbewegungen Woher ? Wohin ? Warum ?
Widerstandsformen: Zürich Seebach, Lausanne, Bern